Techn. Rettung 2 - Verkehrsunfall, Person eingeklemmt

Am späten Abend des Gründonnerstags kam es im Kreuzungsbereich Friedrichstraße, Spitalstraße zu einer Kollision zweier PKW. Eines der beiden Fahrzeuge wurde hierbei von der Fahrbahn abgewiesen und prallte mit der Beifahrerseite gegen eine Hauswand, welche hierbei stark beschädigt wurde.
Beim Eintreffen der Feuerwehr befanden sich zwei schwerstverletzte Insassen in dem Fahrzeug. Beide Türen auf der Fahrerseite ließen sich von Hand öffnen, sodass eine Erstversorgung der Verletzten durch die Helfer vor Ort Gruppe durchgeführt werden konnten.
Nachdem der Rettungsdienst und Notärzte des DRK eingetroffen und die weitere medizinische Versorgung übernahmen, konnte der Fahrer problemlos patientengerecht aus dem Fahrzeug befreit und dann im Rettungswagen weiter behandelt werden.
Durch die Wucht des Aufpralls hatte sich die rechte Seite des Wagens so stark deformiert, dass die Beifahrertür mit hydraulischem Rettungsgerät geöffnet und schließlich komplett entfernt werden musste. Hierfür waren zeitweise ein Spreizer und zwei Scheren vom HLF 20/16 und dem RW1 im Einsatz.
Vorsorglich wurde ein dritter Rettungssatz vom LF 16 als Reserve vorbereitet. Zwischenzeitlich wurden beide Fahrzeugbatterien abgeklemmt um zu verhindern, dass weitere Airbags durch die Arbeiten am PKW auslösen.
Da sich der Zustand des Beifahrers zunehmend verschlechterte entschied sich die Notärztin für eine schnellstmögliche Befreiung. Der Patient wurde schließlich mit vereinten Kräften auf ein Rettungsbrett, das so genannte Spineboard, gelagert und anschließend zum Rettungswagen gebracht. Zur weiteren Behandlung wurde er in eine Klinik nach Karlsruhe gefahren.
Eine nicht unerhebliche Menge Öl und Kraftstoff musste mit Bindemittel abgestreut werden um ein abfließen in die Kanalisation zu vermeiden.
Während den Rettungsarbeiten wurde der Brandschutz mit Pulverlöschern und der Schnellangriffsleitung des HLF 20/16 sichergestellt.
Nachdem das Wrack abtransportiert war wurde die Fahrbahn von einer Spezialfirma gereinigt. Außerdem begutachtete ein Baustatiker das in Mitleidenschaft gezogene Gebäude.

Fahrzeuge
KdoW, HLF 20/16, RW 1, LF 16/12
Personal
23 Einsatzkräfte
Dauer
ca. 1 1/2 Stunden