Feuer 5 - Rauchentwicklung Gebäude, Person in Gefahr

Am späten Samstag Abend wurde die Feuerwehr Kuppenheim zu einer Rauchentwicklung in einem Gebäude alarmiert. Die Leitstelle teilte den anrückenden Kräften mit, dass sich laut Anruferin keine Personen mehr im Gebäude aufhalten würden. Der Kommandant, welcher als erster an der Einsatzstelle eintraf konnte bei seiner Erkundung eine starke Rauchentwicklung im Erdgeschoss eines anderthalb geschossigen Wohnhaus erkennen. Beide Bewohner des Obergeschoss hielten sich auf der Straße auf und teilten dem Einsatzleiter mit, dass sich die Bewohnerin der Erdgeschosswohnung wieder ins Gebäude begab um Löschversuche durchzuführen.
Vom nun eingetroffenen Hilfeleistungslöschfahrzeug 20/16 wurde umgehend ein Trupp unter Pressluftatmer mit einem C-Rohr ins Gebäude geschickt, mit dem Auftrag die Bewohnerin unverzüglich ins Freie zu bringen. Glücklicherweise hatte sie sich mittlerweile wieder selbst aus der verrauchten Wohnung begeben, weshalb sich der Atemschutztrupp nun dem Aufsuchen des Brandherdes, welcher sich in der Küche befand, widmen konnte.
Mit einem Überdrucklüfter wurde von außen Frischluft ins Gebäude geblasen, um die enorme Rauchentwicklung aus den Fenstern zu drücken, was schnell eine positive Wirkung zeigte und für bessere Sichtverhältnisse sorgte. Es stellte sich heraus, dass auf dem Herd vergessene Speisen Feuer gefangen hatte und die Dunstabzugshaube entzündeten. Von dort breitete sich der Brand auf Teile der Küchenzeile aus.
Die Bewohnerin hatte bei ihren Löschversuchen ganze Arbeit geleistet, sodass von der Feuerwehr nur Nachlöscharbeiten durchgeführt und noch glimmendes Brandgut ins Frei verbracht werden musste.
Zur Sicherheit des im Innenangriff eingesetzten Atemschutztrupps stand im Außenbereich ein Sicherheitstrupp bereit.
Die Bewohnerin der Erdgeschosswohnung sowie ein Bewohner der Wohnung im Obergeschoss wurden vom Rettungsdienst des DRK versorgt und in Kliniken verbracht.
Eine weitere Bewohnerin wurde aufgrund der Tatsache, dass beiden Wohnungen nicht mehr bewohnbar waren und sie keine andere Bleibe für die Nacht finden konnte, vom ebenfalls anwesenden Bürgermeister der Stadt Kuppenheim in einer ortsansässigen Pension untergebracht.
Vor Ort waren außerdem der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, der Kreisbereitschaftsleiter des DRK sowie die Medie Ambulanz Bereitschaft Kuppenheim.

Fahrzeuge
KdoW, ELW 1, HLF 20/16, LF 16
Personal
26 Einsatzkräfte
Dauer
ca. 1 Stunde